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Erweiterung der Rangiermöglichkeiten |
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| in der Abstellgruppe des Bahnhofs "Langenthal" | |
| oder: Wie bringt man mehrere kurze Züge auf ein langes Gleis? | |
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Die Abstellgruppe mit vier Gleisen (K3-K6) am nördlichen Ende des Bahnhofs "Langenthal" dient zum kurzzeitigen Abstellen von Zügen. Sie gehört betrieblich zur einspurigen Nebenbahnstrecke und wird vom Stelltisch "Langenthal II" aus bedient. Seit einiger Zeit kommen auf der Nebenbahn häufiger mehrere relativ kurze Zugskompositionen zum Einsatz. Dabei haben wir bemerkt, dass die Abstellgruppe mit diesen kurzen Zügen sehr unökonomisch ausgenutzt wird; oft belegt ein einzelner Triebwagen mit nur zwei weiteren angehängten Wägelchen ein Gleis von fast sieben Metern Länge! |
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Darum haben wir uns entschlossen, die Abstellgruppe mit weiteren Stellplätzen auszurüsten, indem die Gleise elektrisch unterteilt werden. So können auf einem langen Gleis je zwei Zugsgarnituren abgestellt werden. Diese Erweiterung sollte sich aber nahtlos in die bestehende elektromechanische Steuerung mit Zugs- und Rangierfahrstrassen einfügen; mit einem simplen Einschalten der Abschnitte war es also nicht getan!
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Beim Stellen einer Rangierfahrstrasse werden je nach Belegung des Gleises zwei Zustände unterschieden:
- Ist nur
der vordere Abschnitt frei und der Hintere belegt, wird auch nur der
vordere Abschnitt eingeschaltet. So verhindern wir beim Abstellen der Fahrzeuge, dass sie plötzlich mitten im Gleis stehen bleiben - weil der Kollege am Stellpult vergessen hat, den zweiten Abschnitt einzuschalten... Bild: Auf Gleis K4 steht vorne Ee 3/3 mit Kurzgüterzug, dahinter der Tm IV mit Bauzug; rechts davon die Em 3/3. |
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Aufgebaut wurde das Ganze auf einer Platine, die dann in die Hauptsteuerung eingefügt und entsprechend verdrahtet wurde. Bestehende Verbindungen zu den Tastern mussten angepasst und die Fahrstrom-Ausgänge erweitert werden, da ja drei neu hinzugekommene Abschnitte zu versorgen waren. Bild: Kollege M.F. beim Anpassen der Hauptsteuerung. |
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Der Stelltisch "Langenthal II" ist mit den zusätzlichen (gelben) Tastern zum Einschalten der sekundären Gleisabschnitte ergänzt worden. Mit den schwarzen Tastern werden die Zugs- resp. Rangierfahrstrassen gestellt. Rechts oben befindet sich der manuelle Fahrregler; mit diesem Regler werden alle nicht durch Zugfahrstrassen gesicherten Rangierfahrten durchgeführt. Mit der roten Taste unterhalb des Reglers wird der Fahrstrom eingeschaltet; das Gleis erhält den Fahrstrom entsprechend der Weichenstellung (Stopweichen-schaltung). |
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