Die Gleisbaustelle im Tunnel

 

Auch im Modell wird der Gleiskörper durch die Zugfahrten stark beansprucht. Im Capolago-Kehrtunnel müssen daher die alten Schienen durch neue ersetzt und der Fahrweg reprofiliert werden...

 
Seit Bestehen der Anlage wird dem Besucher die Möglichkeit geboten, durch ein "Schaufenster" ins Tunnelinnere zu blicken. Bisher versah dort aber nur ein einsamer Streckengeher seine Arbeit. 

Nun ist hier eine komplette Tunnel-Baustelle mit (fast) allem Drum und Dran entstanden!
 

Die Umsetzung ins Modell

 

Rundumkontrollleuchten

Für unsere Tunnelbaustelle haben wir Rundumkontrollleuchten (RKL, auch als Drehspiegelleuchten bekannt) mit echt rotierendem Licht gebaut. Dazu waren einige Tüfteleien und Versuche notwendig.

Insgesamt 20 derartige Leuchten warnen die "Modell-Bauarbeiter" vor herannahenden Zügen.

     
Die Montage der RKL

Einige der Leuchten wurden an der Tunnelwand befestigt.
Dazu haben wir Holzdübel mit Kerben versehen, damit das Lampenkabel (immerhin neun feinstdrähtige verdrillte Kupferlackdrähte) ohne Beschädigung durch die mit Gips geformte "Tunnelwand" geführt werden konnte.
Da die RKL erst nachträglich aufgestellt wurden, mussten die Arbeiten innerhalb der Anlage ausgeführt werden. Das hat einige "Verrenkungen" bei der Montage gekostet.

Die Standorte mussten genau ausgemessen werden, um eine guten optischen Effekt zu erzielen.
Danach waren den Ausmesspunkten entsprechend die Befestigungslöcher zu bohren.

Nachdem die Leuchten mit etwas Weissleim in die Bohrungen eingesetzt waren, ...
... mussten die Anschlusskabel unter den Gleiskörper geführt werden; sie werden an eine selbst entwickelte Mikrocontroller-Schaltung angeschlossen.
Diese steuert die Leuchten über ein Schieberegister an. Bei 20 Leuchten und 8 LEDs pro Leuchte sind das 160 Ausgänge!
     
Die Bagger

Bagger dürfen wohl auf keiner Baustelle fehlen. In der Tunnelbaustelle versehen ein Raupenbagger und ein Schaufellader ihren Dienst.
Dazu wurden sie mit einigen Extras versehen.
     
Den Raupenbagger

haben wir mit einem Antrieb aus einem handelsüblichen Getriebebausatz für die Drehungen um die eigene Achse ausgerüstet.
Eine Mikrocontroller-Steuerung mit Zufallsgenerator sorgt für abwechslungsreiche Bewegung.
Der Schaufellader

ist über zwei Stifte fest mit einem unter der Grundplatte laufenden Schlitten verbunden. Dieser wird über einen Kettenantrieb hin- und herbewegt. Eine zweistufige Endabschaltung sorgt dafür, dass der Lader nicht am Ende der Spur festklemmt.
Ein am Schlitten befestigter Servo hebt und senkt den Ausleger.

Natürlich wurde auch der Schaufellader mit Scheinwerfern, Rück- und Bremslichtern ergänzt.

Schaufellader im Test
(Film AVI, 20 MB)

Die zum Einbau vorbereitete fertige Einheit mit Schaufellader, Grundplatte, Servo-Schlitten und Befestigungswinkeln.
     
     
     
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