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Projekt H0.NT ("New Technology") |
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Sanierung der elektrischen Steuerung der H0-/H0m-Anlage |
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Ausgangslage:
Seit vor über 25 Jahren mit dem Bau der H0-/H0m-Anlage begonnen
wurde, wechselten die Verantwortlichkeiten beim Bau der elektrischen
Steuerung gleich mehrmals. Durch unterschiedliche Philosophien kam
es zu Inkonsistenzen (Unvereinbarkeiten) bei der Planung und
Ausführung (Verdrahtung).
Die Folgen dieser früher entstandenen Unzulänglichkeiten machen uns
heute sehr zu schaffen, weil die Fehleranfälligkeit stark zugenommen
hat und deshalb den Fahrbetrieb beeinträchtigt.
Daher haben die Mitglieder an der ordentlichen
Generalversammlung 2010 beschlossen, die Anlage im elektrischen Teil
vollständig zu sanieren. An weiteren Sitzungen wurde u.a.
festgelegt, dass die Anlage eine digitale Steuerung erhalten soll.
Dieses Projekt soll nun umgesetzt werden und wird uns circa die
nächsten drei Jahre beschäftigen.
Projekt H0.NT:
Auf dieser Seite möchten wir nun in loser Folge über den
Fortgang der Arbeiten und unsere dabei gemachten Erfahrungen
berichten.
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Übersicht: |
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Was soll's denn
sein? |
7. August 2010 |
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... jetzt wissen wir's! |
22. Februar 2011 |
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Erst probieren statt definitiv
daneben |
26. Februar 2011 |
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Jetzt geht’s los – Herstellen
der Unterbau-Segmente |
05. März 2011 |
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Der Unterbau für die Testanlage
ist fertig! |
09. April 2011 |
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Vorbereitungen für den Gleisbau |
19. April 2011 |
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Der Gleisbau beginnt |
23. April 2011 |
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Abschluss der
Gleisbauarbeiten |
16. Juni 2011 |
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Montage der
Weichenantriebe |
12. Juli 2011 |
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Verdrahtungsarbeiten |
25. Juli 2011 |
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Was soll's
denn sein?
Als Erstes haben wir ein
Pflichtenheft erstellt, das die wesentlichen Eigenschaften der neuen
Steuerung hard- und softwaremässig beschreibt. Diese Pflichtenheft
bildet die Grundlage für die Auswahl und Beschaffung der
erforderlichen Komponenten.
Als nächstes soll die Evaluation der Hard- und Softwarekomponenten
erfolgen. Die in Frage kommenden Angebote werden nun detailliert auf
Ihre Funktionen hin überprüft und ausgewertet. Dies soll bis Ende
November 2010 geschehen. |
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... jetzt
wissen wir's!
Der Internetanschluss lief
beinahe heiss: Das Herunterladen all der Prospekte, Beschreibungen
und technischen Unterlagen zu den in Frage kommenden Produkten
dauerte seine Zeit - das Studieren und Wälzen dann noch einiges
mehr. Entgegen den Erwartungen zeigten die vorerst in einer
Excel-Tabelle (Beispiel)
gesammelten Daten jedoch relativ rasch die Vor- und Nachteile der
verschiedenen Systeme auf.
Schon auf Grund dieser Auswertung konnten die ersten Komponenten
bestellt und beschafft werden. Systemseitig machte der Hersteller
ESU (Electronic
Solutions Ulm) das Rennen, bei der Software schwang der
TrainController Gold von
Jürgen Freiwald
obenaus. |
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Erst
probieren statt definitiv daneben - Planung der Testanlage
Natürlich müssen wir uns wie
andere "User" auch erst mit den Möglichkeiten der eingekauften
Zentrale und Software vertraut machen. Dazu bauen wir eine modulare
Testanlage auf. Diese besteht aus vier Teilstücken à je 1.50m, d.h.
sie wird eine Gesamtlänge von 6 Metern erreichen.

Die Testanlage weist wie unsere "grosse" H0/H0m-Anlage Gleise sowohl
für das Dreileiter-Märklin-System (K-Gleise) wie auch einen Teil für
Zweileiter-Betrieb auf. Ebenso enthält sie eine Kehrschleife und
auch Übergänge zwischen dem Zwei- und Dreileiter-System
(Gleiswechsel). Dies daher, weil unsere Zweileiterfahrzeuge auch auf
dem Dreileiterteil fahren werden. Das bedingt Spezialschaltungen
sowohl für die Fahrstrom-Zuschaltung als auch für die
Gleisbesetztmeldungen. Diese Schaltungen müssen natürlich auch erst
erprobt werden. Im Gleisplan sind daher bei genauem
Hinschauen auch kleine "Ungereimtheiten" sichtbar, da z. B. der
Abzweigwinkel der Roco- zu den Märklin-Weichen um ein halbes Grad
differiert...
Probeweise haben wir den geplanten Gleisverlauf mal auf den Tischen
unseres Aufenthaltsraumes ausgelegt - für den gesamten Gleisverlauf
boten die Tische allerdings nicht genügend Platz...
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Jetzt
geht’s los – Herstellen der Unterbau-Segmente
In einer Planungssitzung wurde
die Konstruktion der Segmente für den Unterbau besprochen; dabei
kamen verschiedene Aspekte wie Abmessungen, Transportierbarkeit,
Schutz der Gleise, Art der elektrischen Verbindungen, Steifigkeit
des Rahmens, die Art der mechanischen Verbindung etc. zur Sprache.
Wir einigten uns auf eine Plattenbauweise (MDF) mit umgebendem
Holzrahmen und einer Verstiftung der Elemente.
Danach hat unser Mitglied Ernst
B. gleich losgelegt…
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Der Unterbau
für die Testanlage ist fertig!
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Nach
mehreren Wochen sowie viel Arbeit und Engagement hat Ernst
es geschafft – der Unterbau ist fertig geworden!
Nachdem
die vier Segmente erstmals im Anlagenraum der H0-Gruppe
verbunden und ausnivelliert worden sind, werden die Ausmasse
so richtig sichtbar – wir sind fast ein wenig erschrocken
dabei…
Jedenfalls hat keiner von uns sagen können, dass dieses Ding
in seinem Wohnzimmer Platz hat! |
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Aber
dennoch: Auf Grund der Zerlegbarkeit haben die vier
Segmente problemlos unter der H0-Anlage Platz und können so
gut verstaut werden.
Für
unseren Nachwuchs aus der Jugendgruppe geht nun eine Zeit
des scheinbar endlosen Wartens zu Ende – jetzt können sie
endlich beim Verlegen der Gleise mithelfen! |
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Vorbereitungen für den Gleisbau
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Nun
wird’s endgültig „ernst“: mit dem Aufzeichnen des
Gleisverlaufs geht’s in die nächste Runde.
Als
erstes haben wir die Gleise mal provisorisch ausgelegt –
damit treten die Proportionen schon deutlich zutage und
vermitteln einen guten Eindruck, wie es dereinst aussehen
soll. So kann der Gleisplan auch auf Fehler überprüft werden
– ist das, was gezeichnet wurde, auch wirklich realisierbar? |
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„Jawoll,
äs geyt!“ Die Gleise sind beiseite geräumt – mit Lineal,
Winkel und selbst gebautem Zirkel wird die Gleislage auf die
Grundplatten übertragen. Schnittpunkte, Tangenten,
Kreismittelpunkte fordern ganz schön – wohl demjenigen, der sich
noch an die Grundlagen der Geometrie aus der Schulzeit
erinnern kann!
(Ich
geb’s ja zu: als gelernter Hochbauzeichner ist mir das nicht
ganz so schwer gefallen…) |
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Der Gleisbau
beginnt
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Die
Weichenstrasse am linken Bahnhofskopf (siehe Gleisplan)
stellt den Ausgangspunkt für die Gleisverlegung dar.
Hier
befindet sich auch einer der vier Übergänge vom Zweileiter- zum
Dreileitergleis. Da die Märklin-Weiche im Vordergrund eine
gesamte Gleishöhe von 5mm aufweist, die Roco-Line-Weichen
aufgrund des niedrigeren Profils und einer geringeren
Schwellenstärke jedoch nur eine Bauhöhe von 4,2mm erreichen,
müssen die Roco-Weichen entsprechend unterlegt werden. |
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Abschluss
der Gleisbauarbeiten
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Hier
wird mit dem Bohren des Loches für den Stelldraht der Einbau der letzten Weiche in Angriff genommen.
Damit gehen zwei arbeitsintensive Monate des Gleisbaus zu
Ende. Insgesamt wurden 14 Weichen (6 Dreileiter-, 7
Zweileiter- und eine doppelte Kreuzungsweiche) sowie ca. 53
Meter Gleis verlegt.
Dabei wurde auch speziell auf die Belange der Segmentanlage
Rücksicht genommen, indem beispielsweise diverse Trennstellen
möglichst auf die Segmentränder gelegt wurden.
Dies wird bezüglich der Stromversorgung die wohl bestversorgte Anlage sein, die wir je gebaut haben; jedes
einzelne Flexgleis hat eine eigene Fahrstromeinspeisung erhalten. |

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Montage
der Weichenantriebe
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Gestellt werden die Weichen durch handelsübliche
Modellbau-Servos, die durch den zugehörigen Servodecoder
angesteuert werden.
Die Servos sind auf einem speziell angefertigten Alu-Winkel
montiert. Über einen Federstahldraht (Durchmesser: 0.8mm)
wird die Stellbewegung auf die Stellschwelle der Weiche
übertragen. Dabei waren einige Versuche bezüglich des
Federweges notwendig.
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Verdrahtungsarbeiten
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Vorbereitungen
Durch die Zerlegbarkeit der Anlage sind
natürlich abnehmbare Steckverbindungen erforderlich. Die Steckbuchsen für die Segmente
haben wir geschützt innerhalb des Rahmens montiert. Dafür
wurden die Öffnungen im Rahmen ausgesägt.
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Verkabelung
Zur Verkabelung setzen wir herkömmliche U72-Telefonkabel
(10x4x0.8) ein.
Die einzelnen Stränge und Adern werden in Ringschrauben
geführt.
Die Abbildung zeigt das fertig verdrahtete Segment A (mit
Kehrschleife), das keine Weichenantriebe aufweist. |
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Letzte Änderung:
07. August 2011
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